Texte veröffentlichen

 

Was heißt „veröffentlichen“?

Veröffentlichen heißt „drucken (lassen)“. Aber nicht nur: Auch wenn Sie zum Beispiel einen Text ins Internet stellen, ist das meist eine Veröffentlichung. Streng genommen ist es nur dann keine, wenn Sie den Leserkreis sehr einschränken, also der Text auf einer Seite steht, zu der nur ein ausgewählter Personenkreis Zugang hat. De facto passiert es aber schnell, dass Sie oder einer Ihrer Gäste aus Versehen einen Link setzen, der andere „einlässt“, oder Ihre Seite wird gar gehackt.

Warum sollten Sie das wissen? Weil z. B. manche Wettbewerbsausschreiber oder Verlage auf „unveröffentlichten“ Texten bestehen. Und: Der Text ist dann veröffentlicht, Sie können ihn unter Umständen nicht „zurückholen“ – Sie können nicht ohne Weiteres gegen Zitiert- und Kommentiertwerden vorgehen (nur bei bestimmten Bedingungen) oder irgendwem verbieten, den Text zu lesen.

Sobald Sie Ihren Text (Ihr Bild, Ihre Bastelarbeit) irgendwem zeigen, müssen Sie mit Rückmeldung rechnen. Unter Umständen mit gnadenlos ehrlicher Rückmeldung. Besonders, wenn Sie sich in ein Schreibforum oder eine Schreibgruppe begeben oder einen Lektor ansprechen. Je fremder die „Betaleser“ sind, desto stärker werden diese „professionelle“ Maßstäbe anlegen, Ihren Text also nicht als Hobby-Werk sondern als „ernsthaft für Veröffentlichung gedacht“ bewerten.

Im Internet veröffentlichen

Man kann seine Geschichten – ich konzentriere mich ab jetzt auf diesen Fall – auf Websites, in Blogs und Foren veröffentlichen. Merkmal: Der Text erscheint in der Regel als fortlaufendes Text-Band. Neben den üblichen lesefreundlichen Elementen wie Einzüge am Absatzanfang oder (im Internet üblicher) Leerzeilen zwischen den Absätzen, empfiehlt es sich, lange Geschichten (Romane) in Teile zu zerlegen, weil es allgemein als anstrengend empfunden wird, große Textpakete am Bildschirm zu lesen. Wenn es das Medium erlaubt, sollte man lange Texte wie E-Books verpacken; das pure Vorhandensein von einzelnen Seiten wird oft als lesefreundlich wahrgenommen.

Gedruckt werden

Fürs Gedrucktwerden gibt es prinzipiell zwei Wege: Entweder man organisiert das selbst oder man überzeugt einen Verlag.

Außerdem drucken auch Literaturmagazine Texte ab und es gibt sogenannte Fanzines bzw. Websites, die Anthologien herausgeben.

Als E-Book veröffentlichen

Auch das Herausgeben von Texten in Form eines E-Books kann man – mit Hilfe von Dienstleistern oder ohne – selbst bewerkstelligen oder sich an einen klassischen Verlag wenden. Viele Verlage haben das E-Book inzwischen als einträgliche Neben-Schiene erkannt und veröffentlichen dort auch Texte, für die sie im Print-Bereich zu geringe Gewinne erwarten.